Es gibt einen fundamentalen Unterschied zwischen einem Vermittler und einem Unternehmer – und dieser Unterschied ist nicht das Einkommen. Es ist die Denkweise und das System dahinter.
Ich habe diesen Übergang selbst gemacht: von Ernst & Young über die gebundene Beratung bis hin zur unternehmerischen Unabhängigkeit. Hier sind die vier Phasen, die ich dabei durchlaufen habe – und die ich heute bei meinen Mentees beobachte.
Phase 1: Die Erkenntnis — „Hier bin ich falsch"
Diese Phase bricht meist nicht durch einen großen Moment durch, sondern durch eine Anhäufung kleiner. Eine Provisionssenkung. Ein Produkt, das dem Kunden nicht wirklich hilft. Ein Vorgesetzter, der eine Entscheidung trifft, mit der Sie nicht einverstanden sind.
Der Vermittler in Phase 1 weiß: Er ist gut in seinem Beruf. Aber das System, in dem er arbeitet, lässt ihn nicht sein Bestes geben. Die Erkenntnis schmerzt, weil sie bedeutet: Etwas muss sich ändern.
Phase 2: Die Information — „Was gibt es eigentlich da draußen?"
Wer einmal anfängt zu recherchieren, is überrascht. Der Maklermarkt in Deutschland ist riesig, wächst und bietet echte Perspektiven. In dieser Phase stellen sich viele Fragen:
- Habe ich genug Eigenkapital, um den Übergang zu finanzieren?
- Wie lange dauert die Zulassung als Makler?
- Was passiert mit meinem bestehenden Kundenstamm?
- Brauche ich einen Anwalt für die Kündigung?
Die gute Nachricht: Viele dieser Fragen sind lösbar – und die Antworten sind weniger kompliziert als gedacht. Ich kläre sie mit jedem meiner Mentees im Erstgespräch.
„Die größte Hürde beim Wechsel ist nicht rechtlicher oder finanzieller Natur – es ist die mentale Überwindung des Vertrauten." — Besir Yaman
Phase 3: Der Einstieg — „Ich baue mein eigenes System auf"
Die erste Zeit als selbstständiger Makler ist intensiv. Sie lernen neue Prozesse, neue Software, neue Freiheiten – und neue Verantwortlichkeiten. Hier entscheidet sich, wer ein Einzelkämpfer bleibt und wer ein Unternehmer wird.
Ein starkes Backoffice ist in dieser Phase Gold wert. Im Deutschen Maklerforum (DMF) stehen Ihnen 360 Backoffice-Mitarbeiter zur Seite: für Antragsbearbeitung, Vertragsmanagement, Compliance und mehr. Sie beraten. Wir verwalten.
Konkrete Meilensteine in Phase 3:
- Erstgespräch und Partnerschaftsvertrag abschließen
- Bestandsübertragung oder Neuaufbau planen
- Erste eigene Steuerseminare veranstalten
- Die ersten 10 unabhängigen Beratungsgespräche führen
Phase 4: Die Skalierung — „Mein Einkommen arbeitet auch ohne mich"
Wer Phase 3 gemeistert hat, merkt: Als freier Makler hat man ein Fundament, das anders ist als alles, was ein Konzern bieten kann. Was in Phase 4 möglich wird:
- Bestandseinnahmen aus bestehenden Verträgen – auch wenn Sie krank sind oder Urlaub machen
- Teamaufbau – eigene Partner mit demselben Konzept einführen
- Spezialisierung – z. B. auf Firmenkunden, Holdingstrukturen oder Vermögensübertragung
- Vererbbarkeit des eigenen Bestands an die nächste Generation
Ich befinde mich selbst in Phase 4 – und begleite gleichzeitig andere auf ihrer Reise durch Phase 1, 2 und 3. Das ist das Modell, das ich für jeden Vermittler für möglich halte, der bereit ist, den ersten Schritt zu machen.
Wo stehen Sie gerade?
Den meisten Menschen, die mich kontaktieren, sind in Phase 1 oder 2. Und das ist genau der richtige Zeitpunkt, um zu sprechen – bevor die Frustration zu groß wird und voreilige Entscheidungen getroffen werden.
In welcher Phase befinden Sie sich?
Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, was Ihr nächster konkreter Schritt ist.
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